Burnout: Wissenswertes

 

Definition

 

Burnout kommt aus dem Englischen und heißt „ausbrennen“ oder „ausgebrannt sein“

 

  • Burnout bedeutet physische, psychische und/oder emotionale und mentale Erschöpfung/Ermüdung aufgrund langanhaltender Belastung. Burnout ist ein Leiden, das sich schrittweise ausbreitet und den Menschen in eine Abwärtsspirale zieht.

 

  • Burnout ist eine Form des Protests gegen ein Ungleichgewicht in seinem Körper.

 

  • Burnout ist ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönlicher Leistungseinbußen, das bei Individuen auftreten kann, die in irgendeiner Art mit Menschen  arbeiten. Es ist eine Reaktion auf die chronische emotionale Belastung, sich andauernd mit Menschen zu beschäftigen, besonders, wenn diese in Not sind oder Probleme haben. (Christina Maslach).

 

  • ein Zustand der Ermüdung oder Frustration, herbeigeführt durch eine Suche, einen Lebensstil oder eine Beziehung, die nicht die erwartete Belohnung mit sich brachte. (Freudenberger & Richelson)

 

Ärzte bezeichnen ein Burnout nicht als Krankheit, sondern als „ein Risikofaktor, der psychische oder körperliche Erkrankungen auslösen kann“.

 

 

Mögliche Auslöser:  rein psychosoziale Aspekte oder auch körperliche Ursachen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist nicht immer leicht festzustellen, ob es sich um eine „vorübergehende Erschöpfung“ aufgrund einer aufgetretenen, langanhaltenden Mehrbelastung handelt oder um ein „echtes Burnout“

 

Burnout = hilfreiches Warnsignal?

 

  • Ein Burnout verläuft schleichend – wenn wir aufmerksam mit unserem Körper umgehen, können wir es rechtzeitig erkennen und gegensteuern.

 

  • Ein Burnout ist sehr unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.

 

  • Ein Burnout verursacht eine Reihe von Symptomen, die zunächst milde, bei Nichtbeachten deutlicher und quälender werden. Jedoch sind alle diese Symptome reversibel.

Eine andere Möglichkeit, die der Körper hätte, um auf dieses Ungleichgewicht aufmerksam zu machen, wäre:

  • die Entwicklung eines Magengeschwürs

  • eine rheumatische Erkrankung

  • ein Herzinfarkt.

 

Sollten wir unserem Organismus nicht etwa dankbar sein, dass er eher diese Art des Protests gewählt hat, um uns mit den lästigen und unangenehmen, aber nicht lebensgefährlichen Symptomen eines Burnouts zu zeigen, dass in unserem Leben einiges schief läuft, resp. das Tempo gedrosselt werden muss?

 

 

 

                         Rein theoretisch ist die Lösung des Burnout-Problems recht einfach:

Burnout ist eine Form des Protests gegen ein Ungleichgewicht in ihrem Organismus.

Psychosoziale Ursachen

 

  • Wie gehe ich mit mir selber um?

  • Welche Leistungsanforderungen habe ich an mich?

  • An meine Mitmenschen?

  • Wie gehe ich mit Emotionen um? Mit Kritik?

  • Wie trage ich Konflikte aus?

  • Gönne ich mir genügend Erholungsphasen?

  • Was treibt mich an? Lebensziele?

  • Glaubensmuster?

Körperliche Ursachen

 

  • Liegen chronische Krankheiten vor?

  • Habe ich womöglich einen Nährstoffmangel?

  • Ernähre ich mich ausgewogen und vitaminreich?

  • Halte ich mich fit? Habe ich genug Bewegung? Treibe ich Sport?

  • Gibt es Genussmittel, die mir meine letzte Energie rauben? Alkohol? Zigaretten?

Anfällig für Burnout sind:

 

  • verantwortungsbewusste und engagierte Menschen

  • Menschen mit einem hohen Anspruchsniveau an sich selbst (Perfektionisten)

  • Menschen, die hohen Erwartungen von außen unterliegen

  • Menschen, die unter dem negativen Distress leiden (Stressfaktoren nicht erkannt und gelöst)

Verringern Sie die Belastungen und steigern/vermehren Sie die Ressourcen, so dass die Anspannungs- und Entspannungsphasen wieder in einem adäquaten Verhältnis stehen.